Stillgelegt

Der Specksteinbruch "Marienstollen" bei Erbendorf -an der Straße nach Grötschenreuth- ist leider (vermutlich wegen zu hoher Asbestbelastung) nun endgültig stillgelegt worden. An dieser Stelle wurde über 200 Jahre lang Bergbau betrieben.


Doch Analcim...

Die vor ca. zwei Jahren im Steinbruch Muglhof gefundenen und als Leucit bezeichneten Kristalle (siehe auch Fundstück des Monats April/2002) sind - wie vielfach schon vermutet - Analcime.  Das Mineral eindeutig bestimmt. Eine weitere Analyse von bezieht sich auf einen Fund vom Steinbruch Hadermannsgrün im Frankenwald (2003/2004), wo es in einem Sideritgang vererzte Linsen gab. Die Untersuchung ergab Quarz mit Gersdorffit, etwas Goethit und etwas Tennantit.



Exkursion Schwalmtal

Vom 9. bis zum 15.9. weilte die VFMG Schwalmtal in der Oberpfalz. Wir konnten mit den knapp 20 Personen einige schöne Touren unternehmen, auch das Wetter spielte fast immer mit. Am Donnerstag wurde die KTB bei Windischeschenbach besichtigt, es konnte auch der Bohrturm bestiegen werden. Der Lohn der Kletterei war ein grandioser Ausblick auf die nördliche Oberpfalz.Der Freitag stand ganz im Zeichen des Mineraliensammelns. Die Besuche der Pegmatite Püllersreuth und Menzlhof sowie des Serpentinits an der Rohrmühle waren erfolgreich, die typischen Mineralien konnten in netten Kristallen gefunden werden. Anschließend ging es nach Parkstein, wo am Fuße des Basaltkegels der Vorstand Martin Füßl ein paar Erläuterungen zur regionalen Geologie gab. Anschließend wurde die Sammlung Berthold Weber besichtigt. Unsere Gäste staunten angesichts der Schätze in den 13 Vitrinen nicht schlecht, welchen Mineralreichtum die Oberpfalz doch bietet. Am Samstag teilte sich die Gruppe. Während die eine Hälfte unter der Führung von Günther Ermer und Wolfgang Zobler mit Beteiligung des Urweltmuseums Bayreuth den Plattenklakbruch Painten ansteuerte, entschied sich die andere Hälfte für eine Besichtigung der schönen Domstadt Regensburg. Gegen 17.00 Uhr traf man sich wieder und die Heimreise ins Quartier in Windischeschenbach wurde angetreten. Am Abend wurde durch die Mitglieder der VFMG Weiden eine kleine Mineralien- und Fossilienbörse organisiert. Am Sonntag stand ein Abstecher ins Fichtelgebirge auf dem Programm. Am Teichelberg bei Mitterteich konnten Natrolithe, Phillipsite, Calcite und Diopside, zum Teil in sehr guter Qualität, geborgen werden. Von den Korbersdorfer Feldern war leider nur eines geackert, trotzdem konnten Bergkristalle bis 4 cm gefunden werden. Ein Highlight war der anschließende Besuch des Fichtelgebirgsmuseums und des Klosters in Waldsassen. Am Montag wurden die Schwalmtaler im Mineralienmuseum in Vohenstrauß erwartet. Anschließend wurde unseren Gästen in der Altbayerischen Kristallglashütte in Neustadt/WN die lange Tradition des Glasbläser-Handwerks näher gebracht. Der abschließende Besuch der Tunnelbaustelle Mühlberg brachte leider keine besonderen Funde, da derzeit die Aufbereitung des Haldenmaterials zu Straßenschotter ruht. Am Dienstag kamen dann die Achatsammler zum Zuge.
 
Achat
Rohachat, Fund Erwin Wevers
Achat
Pseudomorphosenachat
Fund Rosi Gebhardt

Achat
Lagenachat aus Klardorf
Achat
Amethyst-Achat,
Deiselkühn
 
Der Besuch der Kiesgruben im Naabtal zwischen Schwarzenfeld und Schwandorf brachte schöne Funde, auch das Wölsendorfer Fluoritrevier wurde angesteuert mit einer Besichtigung des Reichhart-Schachtes und abschließendem Sammeln an der Grube Roland. Als Schlusspunkt der fast einwöchigen Exkursion wurde am Mittwoch noch die Porzellanfabrik Seltmann in Erbendorf besichtigt. Der VFMG Weiden hat die Exkursion viel Spass gemacht, neue Freundschaften wurden geknüpft, verbunden mit der Einladung, einmal die schöne Gegend um Viersen zu besuchen.

Wolfgang Bäumler


Shop

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Ja, und dann ist der Punkt "Shop" dazugekommen. Mineralien- und Fossilienhändler brauchen aber keine Angst zu haben, wir bieten hier weder Bergkristalle, Achat-Aschenbecher noch Ammoniten an. Lediglich "Fanartikel", also etwa T-Shirts, Tassen und Ähnliches sind in unserem Shop zu finden. Natürlich alles mit unserem VFMG-Weiden Logo farbig bedruckt. Jeder Kauf in diesem Online-Shop führt zu einem kleinen "Gewinn" bei uns (der zur Deckung der Kosten unseres Internet-Auftritts Verwendung finden soll). Abgesehen davon ist ein solches T-Shirt natürlich auch ein schöner Werbeträger für unseren Verein. 



Aktuell 2004

Liebe Sammlerkolleginnen,
liebe Sammlerkollegen,

von wegen: Es gibt nix mehr in der Oberpfalz! Es hat sich ja in den letzten Monaten ziemlich herumgesprochen, dass beim Tunnelbau in Altenstadt a.d. Waldnaab, ein ganze Reihe interessanter Mineralien gefunden wurde. Unter anderem Berthierit xx von beachtlicher Qualität, Zinkblende xx, Bleiglanz xx, Granat xx, Prehnit xx. Es hat sich also gelohnt, dort regelmäßig vorbeizuschauen.

Ansonsten war es wegen des lange andauernden Winters mit den Funden noch etwas spärlich, aber die eigentliche Sammelsaison hat ja erst begonnen.

In März war unsere Mineralienbörse im Geozentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung ein voller Erfolg. Bei ca. 850 zahlenden Besuchern, wobei die Kinder nicht mitgerechnet sind, waren auch die Aussteller sehr zufrieden. Die Qualität der angebotenen Mineralien und Fossilien hat sich unserer Meinung nach weiter verbessert, wobei das Preisniveau konstant geblieben ist, was man ja nicht von jeder Börse sagen kann.

Im Mai haben wir zusammen mit Sammlerkollegen aus Gera und Chemnitz die Lerau bei Leuchtenberg und den Galgenbach bei Erbendorf mit einer professionellen Goldwaschausrüstung (Goldwaschrinnen etc.) mal genauer untersucht.

In der Lerau dominierte in der Schwermineralfraktion von 20 10-Liter-Eimern erwartungsgemäß Granat, spärlich waren Magnetit, Monazit, Kassiterit (etwas häufiger), Epidot, Zinnober, Zirkon, und Disthen vertreten. Insgesamt waren 110 Goldblättchen mit einer Durchschnittsgröße von 0.3 mm und maximal 2 mm Größe enthalten, was für einen weiteren Transportweg spricht.

Im Galgenbach dominierten in der Schwermineralfraktion von 15 10-Liter-Eimern Hämatit und Granat, dicht gefolgt von Rutil bis zum 5 mm, spärlich waren Ilmenit, Magnetit, Monazit, Kassiterit, Epidot, Zinnober, Zirkon, Anatas und Sillimanit vertreten. Insgesamt waren 103 Flitter Gold mit einer Durchschnittsgröße von 0.5 mm und maximal 2,5 mm Größe enthalten; überwiegend kleine Nuggets.

Es lohnt sich für die Goldwäscher sicherlich das alles mal genauer zu untersuchen.

Ansonsten wünschen wir Euch allen eine erfolgreichen Sammelsaison!

Eure Vorstandschaft 

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